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Ident. Nr.: 1898,353

ObjID: obj:1938862

Details (Expert)

Datierung
1. Hälfte 16. Jahrhundert
Datierung engl.: 1st half of the 16th century
Geografische Bezüge
Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 193 cm
Breite: 59 cm

Objektbeschreibung

Fragment eines sogenannten Kartuschen-Teppichs oder auch Kassetten-Teppichs. Der Teppich besteht aus verschiedenfarbigen Feldern, die mit Lanzettblättern und verschiedenartigen Blüten verziert sind. Die Hauptmotive bilden allerdings eine weißgrundige Kartusche mit einer kreuzförmigen Gabelblattranke, sowie ein blaugrundiges Medaillon mit Wolkenbändern gefüllt.
Ein weiteres Fragment des gleichen Teppichs befindet sich heute im Metropolitan Museum of Art in New York. Ursprünglich gehörten sie einem schwedischen Kunsthändler und Teppichliebhaber, der sie 1898 in Istanbul erwarb und eines der Stücke im gleichen Jahr dem Kunstgewerbemuseum veräußerte.
Diese Art von Teppich ist aus der timuridischen Miniaturmalerei bekannt. Durch die vereinzelten Jufti-Knoten im Herstellungsprozess des Teppichs wird der Herkunftsort in der Region von Chorasan vermutet. Das Fragment ist ein herausragendes Beispiel für frühsafawidische Teppichkunst.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Frei geblasenes Kelchglas aus grünem Glas mit Applikationen und gezwicktem Dekor. Das halbkugelförmige doppelwandige Kelchglas steht auf einer kleinen, leicht welligen Fußplatte. Darüber folgt ein kurzer Schaft, der dann in die doppelwandige Schale übergeht. Zwischen beiden Teilen befindet sich ein Hohlraum von ca. 0,5 cm.In der unteren Hälfte der Schale sind Fäden aufgelegt, die in regelmäßigen Abständen gezwickt wurden, sodass ein Fries aneinander gereihter Ovale entstand (so genanntes Brillenmuster, "spectacle pattern"). Dabei wurde der obere Faden dünner und der untere viel dicker aufgelegt, wodurch ein zweifarbiger Eindruck erweckt wird (blaugrün und grün). Das Ende des Fadens ist noch einmal ganz dünn in der Mitte der Ovale um etwa die Hälfte des Gefäßes gezogen. Die kleine Standplatte des Fußes ist durch konzentrisch aufgelegte Fäden in derselben Glasfarbe verziert: zwischen zwei dickeren Fäden befinden sich drei sehr dünne.Obwohl der Dekor offenbar besonders bei kelchartigen Gläsern mit Fuß beliebt war, findet sich dieselbe Technik auch auf anderen Gefäßformen wie langhalsigen Flaschen. Er wurde aus der römischen Glastradition übernommen und scheint vor allem in Ägypten im 8. bis 9. Jahrhundert wiederbelebt worden zu sein. Doppelwandige Gefäße wurden in der Antike als Kühlgefäße benutzt. Vermutlich wurde das zur Kugel geblasene Glas durch Ansaugen der Luft der Glaspfeife zu einer doppelwandigen Schale geformt. Das Gefäß hat keine Heftnarbe oder andere technische Bearbeitungsspuren.