Kopf der Gottesmutter Maria
Ident. Nr.: 6267
ObjID: obj:1958469
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Datierung: 11./12. Jahrhundert
- Material / Technik
- Steatit
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 2,1 x 2,15 x 0,3 cmGewicht: 2,17 g
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1958469
Objektbeschreibung
Das Relief stellt den Oberkörper einer stehenden, vom Betrachter aus nach rechts gewandten Frau dar. Sie trägt ein über den Kopf gezogenes Schleiertuch, das Maphorion, darunter eine eng anliegende, die Haare zusammenfassende Haube. Die kreuzförmig angeordneten kleinen Vertiefungen über der Stirn und der Nimbus zeigen, dass es sich um Maria, die Mutter Jesu, handelt. Nase und Stirn sind bestoßen, vor allem der Bildhintergrund weist tiefe Kratzer auf. Die rechte untere Ecke ist abgebrochen.
Es sind zwei Darstellungen verbreitet, in denen sich Maria isoliert zur Seite wendet, die Kreuzigung Christi und die Deesis. Bei der Kreuzigung führt Maria jedoch für gewöhnlich wenigstens einen Arm in einem Gestus der Trauer an das Gesicht. So haben wir es wahrscheinlich mit einer Figur aus einer Deesis zu tun. Das Wort Deesis heißt Bitte, Fürbitte und bezeichnet eine Darstellung, in der Maria und Johannes der Täufer sich Christus zuwenden und um Vergebung der Sünden der Menschen bitten. Es ist möglich, dass Christus und Johannes der Täufer auf gesonderten kleinen Tafeln dargestellt waren, die drei Tafeln durch einen Rahmen zusammengehalten wurden. Vielleicht handelte es sich aber auch ursprünglich um ein Relief mit der ganzen Figurengruppe, aus dem der Oberkörper Mariens nachträglich ausgeschnitten wurde.
Theodor Wiegand erwarb dieses und ein zweites Steatitrelief (Inv. 6266) zusammen mit einem Bronzeanhänger in Smyrna. Mit der Fundortangabe Ephesos sandte er die drei Objekte im November 1907 nach Berlin. Wahrscheinlich nannte ihm der Verkäufer die nahegelegene antike Ruinenstätte als Herkunftsort.
Letzte Aktualisierung: 28.05.2026
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Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
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sbm@smb.spk-berlin.de