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Ident. Nr.: I. 8434

ObjID: obj:1961003

Details (Expert)

Datierung
9. Jahrhundert
Datierung engl.: 9th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Abmessungen
Höhe: 62 cm
Breite: 50 cm
Tiefe: 3,5 cm

Objektbeschreibung

Fragmentarisch erhaltener hochrechteckiger Grabstein aus Marmor. Die eingemeißelte Inschrift besteht aus 12 Zeilen in dem sogenannten Kufi-Duktus und ist von einem einfachen Flechtband umrahmt. In den letzten zwei Zeilen der Inschrift wird Rabiʿ I des Jahres 243/ Juni-Juli 857 n.Chr. als Todesdatum erwähnt.
Die eckige Kufi-Schrift ist eine der ältesten Formen kalligraphischer Schrift, benannt nach der Stadt Kufa im Irak. Diese Art von Schrift wurde auch zur Dekoration von Metall-, Holz- und Keramikobjekten sowie von Gebäuden verwendet.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.