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Robe à la polonaise mit gelben Streifen

Ident. Nr.: 2003,KR 54 a-e

ObjID: obj:1965062

Details (Expert)

Datierung
1770-1780
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: England
Abmessungen
Länge: Manteau VL. 140 cm; RL. 146 cm cm
Länge: Rock VL/RL 98 cm

Objektbeschreibung

Im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde es üblich, die Röcke des "manteau" über der nur noch knöchellangen "jupe" hochzunehmen. Diese Form wurde "robe à la polonaise" genannt, in Anspielung auf die Dreiteilung Polens nach 1772. Der untere Rock war nun rundum sichtbar. Hier zeigt der "manteau" die anliegende Form mit durchgehender mittlerer Rückbahn "en fourreau", die nach außen gelegten Falten laufen in der Taille schmal zusammen, die Stofffülle geht in den Rock über. Rechts und links davon ist der in feinste Fältchen gelegte Rock angesetzt. Seine bogenförmige Ansatznaht lässt die Taille besonders zierlich erscheinen. Ein Gesäßkissen ersetzt nun den ovalen Reifrock. ChrW

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa