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Damenschuhe aus Leder

Ident. Nr.: 2003,KR 1176 a,b

ObjID: obj:1969733

Details (Expert)

Beteiligte
Herstellung: C.H.Perry (1. Hälfte 19. Jh),
Designer*in
Datierung
Datierung: um 1840
Abmessungen
Länge: 27 cm
Höhe: 6 cm

Objektbeschreibung

Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein wurden flache Schuhe getragen. Diese hellbraunen Lederschuhe stammen aus Boston und demonstrieren die wachsende Bedeutung der amerikanischen Schuhindustrie, die während der industriellen Revolution zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz vor allem für den englischen Markt wurde. Die flachen Damenslipper haben eine stumpfe Spitze. Ihr mittelhoher Rist mit geradem Abschluss ist geschlitzt und mit einem Seidenband, das zu einer Schleife gebunden ist, geschnürt. Die Ausschnittkante ist mit Seidenband eingefasst, die Laufsohle ist dunkelbraun. ChrW

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa