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Ziborium

Ident. Nr.: 1916,23

ObjID: obj:2006109

Details (Expert)

Datierung
um 1500
Material / Technik
Kupfer, vergoldet
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 29 x 10 cm

Objektbeschreibung

Ziborien dienten der Aufbewahrung der konsekrierten Hostie. Dieses aus Süddeutschland stammende Exemplar folgt einem im späten Mittelalter weit verbreiteten Typus, der aus einem durch einen Knauf gegliederten Schaft auf rundem Fuß und einem sechsseitigen Hostienbehälter mit Klappdeckel und bekrönendem Kruzifixus besteht.
Auf den Seitenflächen des Behältnisses befinden sich von sicherer Hand gravierte Heiligendarstellungen. An der Frontseite erscheint eine stehende Madonna mit Kind, links flankiert durch Anna selbdritt, rechts durch den hl. Nikolaus. An der rückwärtigen Scharnierseite befindet sich die Darstellung des hl. Mauritius, links daneben Johannes Ev., rechts der hl. Petrus. Dieses Figurenprogramm war zweifellos auf die Patrozinien am ursprünglichen Verwendungsort des Ziboriums abgestimmt. Figurenstil, Maßwerktypus und einige zeittypische Details der Gewandung erlauben eine Datierung in die Zeit um oder kurz nach 1500.
Lothar Lambacher

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .