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Frederik de Vries mit dem Hund des Goltzius

Ident. Nr.: 423-1889

ObjID: obj:2006552

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Hendrick Goltzius (1558 - 1617),
Stecher*in
Datierung
Herstellung: 1597
Material / Technik
Kupferstich
Abmessungen
Plattenrand: 35,7 x 26,4 cm

Objektbeschreibung

Ein Knabe mit einer Taube in der Hand ist im Begriff, auf dem Rücken eines Hundes aufzusitzen. Es handelt sich um einen Landseer, eine Rasse, die gerade erst in Europa heimisch geworden war. Das Tier zeichnet sich durch Treue, Mut und engen Menschenbezug aus. Vermutlich gehörte der Hund dem Künstler, da Goltzius ihn öfters porträtierte. Von großer Wirkung ist die subtile Wiedergabe des weichen Fells des Tieres. Der dargestellte Knabe, Frederick de Vries, war der Sohn des mit Goltzius befreundeten Künstlers Dirck de Vries, dem der Stich gewidmet ist. De Vries arbeitete zu der Zeit in Venedig, weshalb der Knabe in der Obhut Goltzius’ lebte. Dem holländischen Kunsttheoretiker Karel van Mander zufolge sind Tauben als Zeichen der Einfachheit zu verstehen, Hunde beschrieb er als furchtlose Lehrer und Beschützer der Menschen. Die lateinische Bildunterschrift besagt: „Was dieses Bild bedeutet, vielleicht verstehst du es nicht: Da hast du in wenigen Worten den Sinn. Die Einfachheit sucht und liebt die Treue. Die treue Hündin und der einfache Knabe, welche Goltzius naturgetreu mit phidiasischer [Phidias: berühmter griechischer Künstler der Antike] Hand in Kupfer gestochen hat.“

Text: Holm Bevers in: Wir kommen auf den Hund. Werke aus fünf Jahrhunderten von Dürer bis Dieter Roth. Eine Sommerausstellung im Kupferstichkabinett, hg. von Hein-Th. Schulze Altcappenberg und Lydia Rosía Dorn, Berlin/Petersberg 2015, S. 96.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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