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Isis lactans

Ident. Nr.: 9486

ObjID: obj:2013212

Details (Expert)

Datierung
Datierung: 4. Jahrhundert
verbale Datierung: spätbyzantinisch
Material / Technik
Ton, gebrannt
Abmessungen
Höhe: 18,5 cm
Erwerbung
am 30.10.1928 von Carl Schmidt angekauft

Objektbeschreibung

Die Statuette repräsentiert die Göttin Isis als stillende Mutter (Isis lactans). Isis trägt eine lange Tunika und darüber ein Fransengewand mit dem typischen Isisknoten. Ihre Frisur besteht aus dicht nebeneinandergesetzten kugeligen Löckchen. Ihre durchbohrten Ohrläppchen waren wahrscheinlich mit Ohrringen aus einem anderen Material geschmückt. Mit der rechten Hand greift sie an die rechte Brust, während sie mit der Linken das Kind an der Schulter umfasst. Dass es sich hier um eine sitzende Frau handelt, wird besonders an der Lage des Kindes ersichtlich: Es liegt, den Kopf in ihre Armbeuge gebettet, auf ihrem linken Oberschenkel, wobei seine gespreizten Beine auf ihrem rechten Oberschenkel ruhen. Es ist völlig nackt. Mit der ausgestreckten Rechten langt der Knabe zu ihrer rechten Brust empor; seine Linke ist passiv herabgeführt. Als weiteres Indiz für die sitzende Position der Frau ist die faltenreiche Gewandung anzuführen, die beide Beine in gleichmäßigen Schlüsselfalten umfließt, voneinander getrennt durch eine vertikale Faltenbahn. Die nebeneinandergestellten Füße der Frau ruhen auf einer profilierten Basis.

Die Statuette befindet sich heute im Puschkin-Museum in Russland. Sie ist in zwei Teilen erhalten. Der Kopf ist inzwischen abgebrochen.

Literatur:
D. Zuntz, Eine Vorstufe der "Madonna Lactans", in: Berliner Museen 50 (1929), S. 32-35; L. Langener, Isis lactans - Maria lactans: Untersuchungen zur koptischen Ikonographie, Arbeiten zum spätantiken und koptischen Ägypten, Münster 1996, S. 148, Nr. KN 245

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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