Schale
Ident. Nr.: 26/66
ObjID: obj:2014472
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Material / Technik
- Keramik
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 4,8 x 22,6 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2014472
Objektbeschreibung
Die Schale gehört zu einem Konvolut von in Machart und Dekor zusammengehörigen Gefäßen, die 1966 zusammen aus Privatbesitz erworben wurden. An einigen haftet ein von Meerestieren verursachter Kalküberzug, der die Gefäße als Unterwasserfund, wahrscheinlich aus einem gesunkenen Schiff, kennzeichnet.
Über einem sehr niedrigen Standring entwickelt sich der Boden, der in einem sanften Umbruch in der Wandung ausläuft. Die Randpartie ist in einem scharfen Knick von der Wandung abgesetzt und mündet in einer abgerundeten Lippe. Die Innenseite des Gefäßes ist mit einer Engobe überzogen, worüber eine graugelbe Glasur sitzt, die über den Rand nach außen reicht. Ob die Engobe auch die Außenseite bedeckte, ist aufgrund der Kalkablagerungen nicht zu ermitteln.
Der Dekor auf der Innenseite ist in feinen Ritzlinien, der sogenannten Sgraffito-Technik, ausgeführt. Ein stehender Löwe in Seitenansicht füllt das zentrale Medaillon. An den gedrungenen Körper ist übergangslos der nach hinten gewandte Kopf angesetzt. Kleine Zacken am Hinterkopf und Kiefer stellen die Mähne dar. Aus der abgerundeten Schnauze wächst eine Pik-förmige Ranke. Die vier Beine enden in kräftigen Tatzen, deren einzelne Zehen mit Bögen angedeutet wurden. Der Schwanz mit seinem buschigen Ende ist weit über den Rücken gebogen und füllt den Raum zwischen Körper und Medaillonrand. Der Löwe steht auf einer zweiten, längeren Ranke. Der Hintergrund wird von kleinen Schuppen ausgefüllt. Ein schmales Band mit feiner Schraffur fasst das zentrale Medaillon ein. Darum sind zwei breite Ornamentstreifen gelegt. Der innere enthält Zickzackbänder mit kleinen Kreisen oder Bögen in den Zwickeln und wird von drei Medaillons unterbrochen. Diese zeigen Bäumchen auf dunklem Grund. Der äußere Streifen besteht aus schräger Schraffur.
Ausführliche Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike – frühes Christentum – Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 559-560, Kat. 1353.
Letzte Aktualisierung: 21.04.2026
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Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
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sbm@smb.spk-berlin.de