Gewebefragment mit Vogel
Ident. Nr.: 9042
ObjID: obj:2016448
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Datierung
- 425–565verbale Datierung: 5./6. Jahrhundert
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 18,5 x 21,5 cmRahmenmaß: 20 x 22 x 2 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2016448
Objektbeschreibung
In seiner anrührenden Schlichtheit steht dieses Fragment in deutlichem Kontrast zu den zahlreichen Buntwirkereien aus Achmīm mit ihren kleinteiligen, jede noch so kleine
Fläche ausfüllenden Mustern und Motiven. Dennoch ist es eines der charakteristischsten Erzeugnisse der lokalen Textilproduktion.
Wie eine unbeholfene Zeichnung wirkt das aus rot-blau melierten Wollfäden in einen groben Leinenstoff eingewebte Bild, dessen Bestandteile sich aus horizontal gestrichelten Linien zusammenfügen. Inmitten eines annähernd quadratischen architektonischen Rahmens mit seitlich auslaufenden Rändern oben und unten schreitet ein Vogel nach links. Seine Schwanzfedern stehen waagerecht nach hinten ab, die in türkisfarbener Wolle ausgeführten Beine sind leicht eingeknickt.
Fläche ausfüllenden Mustern und Motiven. Dennoch ist es eines der charakteristischsten Erzeugnisse der lokalen Textilproduktion.
Wie eine unbeholfene Zeichnung wirkt das aus rot-blau melierten Wollfäden in einen groben Leinenstoff eingewebte Bild, dessen Bestandteile sich aus horizontal gestrichelten Linien zusammenfügen. Inmitten eines annähernd quadratischen architektonischen Rahmens mit seitlich auslaufenden Rändern oben und unten schreitet ein Vogel nach links. Seine Schwanzfedern stehen waagerecht nach hinten ab, die in türkisfarbener Wolle ausgeführten Beine sind leicht eingeknickt.
Robert Forrer deutete den Vogel als Hahn, den er in entsprechend roher und linearer Ausführung gleich mehrfach unter den Achmīmer Textilfunden bemerkt hatte. Er sah in ihm ein christliches Auferstehungssymbol auf den Totenkleidern der Armen. Einige dieser Fragmente mit übereinstimmender Darstellung in leicht variierender Farbgebung finden sich heute in verschiedenen Museumssammlungen wieder. Der Vogel erscheint auch in entgegengesetzter Laufrichtung. Zwei Exemplare weisen jeweils eine Webekante, farbige Randstreifen sowie einen Fransenabschluss auf. Dies spricht neben der Verwendung von recht grobem Grundgewebe dafür, dass die verstreuten Teile von Ausstattungstextilien wie Decken oder Vorhängen stammten und nicht wie Forrer vermutete von Kleidungsstücken. Ihre Eigentümlichkeit spricht für eine Herstellung in derselben Werkstatt.
Letzte Aktualisierung: 29.07.2026
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Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.de