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Mitte eines Triptychons mit Maria und Jesuskind

Ident. Nr.: 11269

ObjID: obj:2019498

Details (Expert)

Datierung
Datierung: 11. Jahrhundert
Systematik/Art
Material / Technik
Elfenbein
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 13,6 x 10,6 x 0,6 cm
Erwerbung
Zwischen dem 5.9. und dem 2.11.1938 von H. Keller * M. Böhm, München, Otto-Str. 3a erworben. Soll ursprünglich aus einem Nachlass stammen. Keller will sie vom Vorbesitzer seines Geschäftes mit übernommen haben.

Objektbeschreibung

Auf dem Mittelteil eines Triptychons ist die Figur der Maria dargestellt, die das Christuskind auf dem linken Arm hält. Das Kind, dessen Kopf ein Kreuznimbus umgibt, das typische Attribut für Christus, hält eine Buchrolle in der linken Hand und hat die Rechte im Segensgestus erhoben. Dieser Mutter-Kind-Typus wird Hodegetria genannt. Die Bezeichnung geht auf das Hodegon-Kloster in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, zurück.

Letzte Aktualisierung: 24.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.