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Drei Offiziere und ein Hund

Ident. Nr.: SZ Rayski 28

ObjID: obj:2019795

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Ferdinand von Rayski (1806 - 1890),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1840er Jahre
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Drei Offiziere und ein Hund
Skizze nach einem der Engel von Raffaels Sixtinischer Madonna
Provenienz
Prinz Johann Georg Herzog zu Sachsen, Freiburg im Breisgau,
bis 24. November 1938
Nachlass/Vermächtnis: Prinzessin Maria Immaculata von Sachsen, Freiburg im Breisgau,
24. November 1938 bis 8. Mai 1941
Auktion: C. G. Boerner,
8. Mai 1941 (Auktion 204)
Kauf: Nationalgalerie, Sammlung der Zeichnungen,
8. Mai 1941 bis 1992
Überweisung: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin,
seit 1992
Material / Technik
Bleistift
Abmessungen
Blattmaß: 18,0 x 23,0 cm
Erwerbung
Im Mai 1941 ersteigert bei C. G. Boerner, Leipzig (Auktion 204, 8.5.1941).

Letzte Aktualisierung: 09.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.