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Scaramuz aus der Reihe "Die italienische Komödie"

Ident. Nr.: HF 536

ObjID: obj:2021286

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Franz Anton Bustelli (12.4.1723 - 18.4.1763),
Modelleur*in
Ausführung: Nymphenburger Porzellanmanufaktur (1747-),
Hersteller*in
Datierung
1759/60
Abmessungen
Höhe: 19 cm

Objektbeschreibung

Sechzehn als Paare komponierte ›Commedia dell’arte‹-Figuren gelten als das Hauptwerk des Modelleurs Franz Anton Bustelli (1723–1763), der von 1754 bis zu seinem Tod für die Nymphenburger Porzellanmanufaktur bei München tätig war. Mit ihnen gelang es Bustelli, das unbeschwerte, elegante und gelegentlich auch frivole Lebensgefühl bei Hofe im Rokoko wiederzugeben. Dort war aus dem auf Witz und Improvisationskunst beruhenden italienischen Volkstheater mit seinen wiedererkennbaren Typen eine adelige Vergnügungsform geworden.
Die Lebendigkeit und Leichtigkeit des Spiels ist in der tänzerischen Haltung der aufeinander bezogenen Figuren eingefangen. Der Gegenpart der unsteten Zofe Colombine (Inv. Nr. HF 537), die mit der Maske in der Hand gezeigt wird, ist der Abenteurer Scaramuz (Inv. Nr. HF 536). LG

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

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Rastender Herkules (Modellnummer 382)

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa