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Schüssel

Ident. Nr.: 27/66

ObjID: obj:2027050

Details (Expert)

Datierung
Mitte 12. Jahrhundert
Material / Technik
Keramik
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 4,7 x 22,5 cm
Erwerbung
Erworben 1966 aus Privatbesitz.

Objektbeschreibung

Die Schale gehört zu einem Konvolut von in Machart und Dekor zusammengehörigen Gefäßen, die 1966 zusammen aus Privatbesitz erworben wurden. An einigen haftet ein von Meerestieren verursachter Kalküberzug, der die Gefäße als Unterwasserfund, wahrscheinlich aus einem gesunkenen Schiff, kennzeichnet.
Über einem sehr niedrigen Standring erhebt sich der Boden, der übergangslos in die Wandung weiterleitet. Diese knickt in einem scharfen Umbruch fast senkrecht nach oben ab und endet in einem gerundeten Rand. Die Innenseite des Gefäßes ist mit einer Engobe überzogen, worüber eine fleckig blassgelbe Glasur sitzt, die über den Rand nach außen reicht. Ob die Engobe auch die Außenseite bedeckte, ist aufgrund der dicken Kalkablagerungen nicht zu ermitteln.
Der Dekor auf der Innenseite ist in feinen Ritzlinien, der sogenannten Sgraffito-Technik, ausgeführt. Das zentrale Motiv zeigt paarweise zwei Blüten sowie zwei A-förmige Ornamente, die sich gespiegelt gegenüber stehen. Eingefasst wird dieses Segment von einem schmalen Zahnschnittband und einem etwas breiterem Streifen, der mit Bögen ausgefüllt und von drei Medaillons unterbrochen wird. Letztere zeigen Bäumchen auf einem Schuppengrund.
Ein breites Rankenband mit dem gleichen Schuppengrund umrundet die Motive im Inneren.
Ausführliche Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike – frühes Christentum – Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 560-561, Kat. 1355.

Letzte Aktualisierung: 25.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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