Schale
Ident. Nr.: 32/67
ObjID: obj:2027057
Details (Expert)
- Material / Technik
- Ton
- Abmessungen
- Höhe: 6,5 cmDurchmesser: max. 19,7 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2027057
Objektbeschreibung
Die Schale gehört zu einem Konvolut von in Machart und Dekor zusammengehörigen Gefäßen, die 1966 zusammen aus Privatbesitz erworben wurden, wobei die vorliegende erst 1967 nachträglich angekauft wurde. An einigen haftet ein von Meerestieren verursachter Kalküberzug, der die Gefäße als Unterwasserfund, wahrscheinlich aus einem gesunkenen Schiff, kennzeichnet. Bei dieser Schüssel finden sich besonders starke und großflächige Ablagerungen, die teilweise den Dekor verdecken.
Über einem niedrigen, konisch nach außen gezogenen Standring erhebt sich der flache Boden. Dieser geht in die weit geöffnete Schüssel über und schließt mit einer spitz zulaufenden Lippe ab. Die Innenseite des Gefäßes ist mit einer Engobe überzogen, worüber eine graugelbe Glasur sitzt, die über den Rand nach außen reicht. Ob die Engobe auch die Außenseite bedeckte, ist aufgrund der dicken Kalkablagerungen nicht zu ermitteln.
Der Dekor auf der Innenseite ist in feinen Ritzlinien, der sogenannten Sgraffito-Technik, ausgeführt. In einem zentralen Medaillon steht ein Greif in Seitenansicht vor einem feinen Schuppenmuster. Der kräftige Körper ruht auf langen Beinen. Zwei geschwungene Linien stellen den nach oben aufgerichteten Schwanz dar und weitere parallel laufende Linien lassen an ein Flügelpaar auf dem Rücken denken. Der Vogelkopf ist im Profil nach hinten gewandt und durch ein Halsband vom Rumpf abgesetzt. Zwei dreieckige Ohren sitzen auf dem Hinterkopf.
Ein breites Ornamentband, das von zwei schmalen, glatten Streifen gerahmt wird, umschließt das zentrale Motiv. Vor einem zarten Schuppenmuster bilden geschwungene Bänder ein flechtbandähnliches Muster. Ein weiteres Kreisband mit stilisierter Kufi-Schrift verläuft unterhalb des Randes auf der Innenseite.
Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike – frühes Christentum – Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, Kat. 1351.
Letzte Aktualisierung: 25.03.2026
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.de