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Ident. Nr.: Kt 2706

ObjID: obj:2028391

Details (Expert)

Datierung
901 - 1200
Datierung engl.: 10th - 12th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Abmessungen
Länge: 5,6 cm
Breite: 7,9 cm
Wandungsstärke: ca. 0,7 cm

Objektbeschreibung

Randscherbe eines kleinen schalenartigen Bechers aus orangebeiger Irdenware mit bauchig gewölbter Wandung und tief sitzendem Umbruch zum Boden. Um den Rand des drehscheibengefertigten Gefäßes verläuft über einem leicht konkav eingezogenen, nur angedeuteten Hals eine breite Riefe. Die Oberfläche ist innen wie außen mit einem weißen Anguss überzogen. In einer transparenten farblosen Glasur wechselten sich am Rand grüne und gelbe Flecken über manganbraunen Farbspritzern ab. Um den Bauch zogen sich drei Reihen grüner Flecken, horizontal wie vertikal mit dem Randdekor Reihen bildend. Die transparente Glasur ist weitestgehend abgewittert, der darunter liegende weiße Anguss ist beschädigt. Das Fragment fand sich bei den Ausgrabungen im Stadtgebiet Ktesiphons im Bereich des Hamam am Westhügel.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.