Details (Expert)
- Datierung
- 601 - 900Datierung engl.: 7th - 9th century
- Material / Technik
- Irdenware, weißer Anguss, gelbe, braune und grüne Bemalung in transparenter farbloser Glasur
- Abmessungen
- Länge: 3,8 cmBreite: 5,7 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2030949
Objektbeschreibung
Kt I. 371.1-19: Auswahl von Schalenfragmenten aus orangebeiger Irdenware mit weißem Anguss und gelber sowie teils brauner und grüner Bemalung in einer weitestgehend vollständig verwitterten farblosen transparenten Glasur. Die Glasur der bis auf Kt I. 371.1 dünnwandigen, auf einer schnelldrehenden Töpferscheibe gefertigten Gefäße ist mitunter nur in irisierend oxidierten Resten erkennbar, die Oberflächen wirken ansonsten matt. Die Randscherbe Kt I. 371.1 gehört zu einer weiten halbkugeligen Schale, deren unglasierte Außenseite nach der Herstellung auf der Töpferscheibe nochmals im ungebrannten Zustand überarbeitet und beschnitten wurde. Mit weißem Angussschlicker ist innen ein Dekor großer hängender Schuppen aufgemalt, die teils gelb gefüllt wurden oder den Tongrund unter der Glasur sichtbar ließen. Schwarze Verfärbungen resultieren aus ungünstigen Lagerungsbedingungen oder sekundärer Hitzeeinwirkung. Kt I. 371.2 zeigt das gesamte Profil einer kleinen, vollständig mit einem Anguss überzogenen Kalottenschale mit niedrigem Fuß mit flachem Standboden. Innen ist ein radiales Dekor gelber Streifen aufgemalt, zwischen denen teils grüne Flecken erhalten sind. Die Bodenscherbe Kt I. 371.4 gehört zu einer etwas größeren Schale, bei welcher der Standboden leicht konkav eingezogen ist. Boden und erhaltener Ansatz der Außenseite sind unglasiert, innen ist ein flächiges Muster aus braun umrandeten, lanzettförmigen Blättern mit gelber Füllung aufgemalt. Die dreieckigen Flächen zwischen den Blättern sind abwechselnd teils mit weißer Angussmasse gefüllt oder ließen den Tongrund frei. Die Randscherbe Kt.I 371.5 gehört zu einer niedrigen Schale mit gestauchtem Wandungsprofil und aufgestelltem Rand. Innen ist ein radiales Dekor aus gelben Streifen auf den Anguss gemalt, die Außenseite war vollständig gelb überzogen, zeigt aber auch Flecken grüner Farbe. Die Fragmente fanden sich bei den Ausgrabungen in der islamischen Siedlung Salman Pak im östlichen Stadtgebiet Ktesiphons.
Letzte Aktualisierung: 04.03.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Islamische Kunst
E-Mail:
isl@smb.spk-berlin.de