Details (Expert)
- Datierung
- 601 - 900Datierung engl.: 7th - 9th century
- Material / Technik
- Irdenware, weißer Anguss, gelbe, braune, manganbraune und grüne Bemalung in transparenter farbloser Glasur
- Abmessungen
- Länge: 4,8 cmBreite: 11,2 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2030961
Objektbeschreibung
Kt I. 371.1-19: Auswahl von Schalenfragmenten und eine Tellerscherbe aus orangebeiger Irdenware mit weißem Anguss und gelber sowie brauner, manganbrauner und partiell grüner Bemalung in einer farblosen transparenten Glasur, die teils weitestgehend vollständig verwittert ist. Das aus drei Scherben zusammengesetzte Randfragment Kt I. 371.11 und die Bodenscherbe Kt I. 371.12 gehören zu einer Schale mit leicht nach außen geschwungener, verdickter Randlippe und Standboden mit leicht konkav eingezogenem Grund. Innen befindet sich ein radiales Dekor aus breiten gelben Streifen zwischen denen auf dem Anguss Reihen brauner Flecken aufgemalt sind. Die Glasur ist weitestgehend nur in irisierend oxidierten Resten erkennbar, die Oberfläche wirkt ansonsten matt. Außen verfügt die Schale nur über einen weißen Anguss mit Glasur, der gelblich irisierend oxidiert und stark beschädigt ist. Das Randfragment einer Schale Kt I. 371.14 zeigt eine konische Wandung mit leicht abgewinkelt ausgestellter Randlippe. Innen sind im Glasurbrand im Töpferofen in Tropfen abgeflossene gelbe sowie kleinere manganbraune Flecken in transparenter farbloser Glasur aufgemalt. Außen saßen unregelmäßig verteilt gelbe Flecken in der Glasur über dem Anguss, soweit es die stark beschädigte Oberfläche noch erkennen lässt. Kt I. 371.15 gehört zu einer Schale mit konischer Wandung und schwach ausgestelltem Rand ohne Profil. Innen besaß sie ein radiales Dekor aus dicken gelben Linien in transparenter farbloser Glasur über einem weißen Anguss. Zwischen diesen wurden manganbraune, im Glasurbrand verschwommene Flecken aufgemalt. Auf der außen stärker irisierend als innen oxidierten Glasur sind vereinzelt grüne Farbspritzer erkennbar. Zu einem Teller mit flachen breiten Standboden gehört Kt I. 371.16. Der breite, mit fleckiger gelber Bemalung in transparenter farbloser Glasur über einem weißen Anguss versehene Rand ist nur gering mit einer Kante über das Niveau des inneren Spiegels erhoben. Die Fragmente entstammen den Ausgrabungen eines Hauses in der islamischen Siedlung Salman Pak im östlichen Stadtgebiet Ktesiphons.
Letzte Aktualisierung: 04.03.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Islamische Kunst
E-Mail:
isl@smb.spk-berlin.de