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Bilderbuch ausgewählter Insekten

Ident. Nr.: 6120-04.626.06

ObjID: obj:2035285

Details (Expert)

Beteiligte
Kitagawa Utamaro 喜多川歌麿 (1753 - 1806),
Künstler*in
Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
1788
Weitere Titel
Sammlungstitel: Bilderbuch ausgewählter Insekten
Ehon mushi erami
絵本虫撰
Übersetzung: Picture-Book: Selected Insects
Geografische Bezüge
Material / Technik
Buchseite, Vielfarbendruck
Abmessungen
Höhe x Breite: 27,2 x 33,5 cm
Höhe x Breite: Bildspiegel 21,6 x 32 cm

Objektbeschreibung

1788 erschien das zweibändige Holzschnittbuch "Ehon mushi erami" von Utamaro mit 15 doppelseitigen Darstellungen von Insekten und Pflanzen sowie raffinierten Scherzgedichten (kyôka) bekannter Dichter. Im Vorwort verweist der Dichter Yadoya no Meshimori (1753-1830) auf einen illustrierten Gedichtband über Insekten, der im 17. Jahrhundert kompiliert wurde und Utamaro vermutlich als Vorlage diente.
Die Hochschätzung von Utamaros Arbeit durch den Verleger Tsutaya Jûsaburô (1748-1797) wird durch die hohe Qualität des ausgeführten Druckes deutlich. Im Nachwort hebt Toriyama Sekien (1712-1788), der Lehrer Utamaros, ausdrücklich die Fertigkeit des beteiligten Holzschneiders Tôissô hervor. Weiter erwähnt er, wie genau Utamaro schon als Kind Details beobachtete, und vergleicht, bezugnehmend auf das Buchthema, lobend die Art der künstlerischen Arbeit von Utamaro mit der Verhaltensweise von Insekten.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Kaiserlicher Thronsitz

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Der Thronsitz und der zugehörige dreiteilige Paravent stellen unter den erhaltenen Arbeiten mit Perlmuttereinlagen aus den kaiserlichen Werkstätten das Hauptwerk der beginnenden Ära Kangxi (1662–1722) dar. Die reichen szenischen Darstellungen auf den goldgrundigen Bildfeldern der Schauseiten gelangen durch die virtuose Anwendung von zahllosen rosa, violett und grün changierenden Perlmutterteilchen (frz. laque burgautée) zu einem Farbspiel von grandioser Wirkung. Sie wird gesteigert durch die in großer Mannigfaltigkeit gestalteten Bordüren des Rahmenwerkes, die eine staunenswerte technische Meisterschaft und Größe des künstlerischen Entwurfs offenbaren. Die verschwenderische Fülle des Dekors dieses Ensembles bringt Wünsche für langes Leben und Glück verheißende Botschaften aller Art zum Ausdruck Das Hauptthema der Bildfelder auf den Innenseiten von Arm- und Rückenlehnen des Thronsitzes sowie der drei großen Bildfelder der Schauseite des Paravents ist das daoistische »Westliche Paradies«, das von Xiwangmu, der Königinmutter des Westens, beherrscht wird. Ausschnitthaft geben die Darstellungen auf dem Thronsitz die Gebirgs- und Seenlandschaft mit Terrassen, Pavillons und Palästen wieder, die auf dem Paravent in voller majestätischer Große erscheint. Gezeigt wird die Ankunft der Königinmutter des Westens, Xiwangmu, die auf einem Phönix reitend in die Paradieslandschaft herabkommt, wo die Unsterblichen ihrer harren. In den Darstellungen auf dem Thronsitz und dem Paravent erwarten sie die »Acht daoistischen Unsterblichen« an prominenter Stelle. Auf der Mitteltafel des Paravents sind sie auf der großen zentralen Terrasse vereint, zahlreiche weitere Unsterbliche beleben zu Wasser und zu Lande die paradiesische Landschaft. Auf den beiden Innenseiten der Thron-Armlehnen schreiten jeweils vier der »Acht daoistischen Unsterblichen« auf die zentrale Terrasse zu, wo die Göttin erwartet wird. Thronsitz und Paravent wurden 1924 durch einen französischen Kaufmann von chinesischen Vorbesitzern in Tianjin, Provinz Shandong, erworben. Wie aus einem damals beigegebenen chinesischen Dokument hervorgeht, stammt das Ensemble aus dem kaiserlichen Reisepalast von Panshan im Bezirk Jizhou, Provinz Zhili (heutige Provinz Hebei), den die Mandschu-Kaiser auf ihren Reisen in ihre Sommerfrische in Chengde, etwa 250 Kilometer nordöstlich von Beijing, benutzten. Unter den Kaisern Kangxi (reg. 1662–1722), Yongzheng (reg. 1723–1735) und Qianlong (reg. 1736–1795) erlebte China eine mehr als hundertjährige Blütezeit und erreichte die größte territoriale Ausdehnung in seiner Geschichte. Die Einzigartigkeit und Erhabenheit der Kaiser fand auch in der Bildkunst ihren Niederschlag. In vielfältigen Rollen kaiserlicher Repräsentation begegnen uns auf zahlreichen Bildern die Kaiser thronend in prächtiger Staatsrobe, bei kaiserlichem Zeremoniell, als Literaten und Connaisseure, als Jäger und auch als religiöse Heilsgestalt. Das Thema auf dem Thronsitz und Paravent lässt die herrscherliche Autorität der sich auf das Mandat des Himmels gründenden Regierung des Kaisers in besonderem Lichte erscheinen und unterlegt den Wunsch, dass sie ewig währen möge. Nahm der Kaiser auf dem Thronsitz Platz, saß er im Zentrum des Paradieses der Unsterblichen und wurde sozusagen ein Teil desselben. [SM8HF]