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Rastender Herkules (Modellnummer 382)

Ident. Nr.: DM 8

ObjID: obj:2038697

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763),
Hersteller*in
Entwurf: Wilhelm Christian Meyer (1726 - 1786),
Bildhauer*in
Datierung
um 1769
Geografische Bezüge
Material / Technik
Porzellan, weiß, glasiert
Abmessungen
Höhe: 32,8 cm
Durchmesser: Sockel 16,5 cm
Gewicht: 2457 g

Objektbeschreibung

Die männliche Figur ist an ihren Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, als Herkules zu identifizieren. Herkules wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen", von der sich ebenfalls ein Exemplar aus KPM-Porzellan im Bestand des Kunstgewerbemuseums befindet, allerdings in der größeren Variante (Inv. Nr. O-1990,94). Beide Modelle wurden in jeweils zwei unterschiedlichen Größen hergestellt. In Konzeption und Ausmodellierung wirken sie wie Großplastiken. In der starken Untersicht sind sie für eine Platzierung auf einem erhöhten Standort in einem Innenraum hin konzipiert. Der Entwurf stammt von Wilhelm Christian Meyer, ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer. Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur. Laut Schatullenrechnung hat der preußische König Friedrich II. 1769 vier Ausformungen von Herkules und Venus in der großen Variante erworben.
Die Figur im Kunstgewerbemuseums ist mit der Zeptermarke in Unterglasurblau und dem Ritzzeichen „C.M.“ gemarkt. Im Bestamd befindet sich eine weitere Ausformung des Herkules, bei der es sich vermutlich um einem verunglückten Schrühbrand handelt (Inv. Nr. K 2383).

Lit.: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.

ClKa

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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