Aramäisches Ostrakon
Ident. Nr.: P 17820
ObjID: obj:2040232
Details (Expert)
- Datierung
- 500 v. Chr.–480 v. Chr.frühes 5. Jh.
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Ton, gebrannt (Material); beidseitig, beschriftet (Technik)
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 4,5 x 6,5 cm (lt. Inv.)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2040232
Objektbeschreibung
Ostraka sind ein sehr verbreitetes Schreibmaterial im Alten Ägypten. In der Regel sind dies Krugscherben, auf denen kurze Texte notiert wurden, wie beispielsweise Briefe, Listen, Abrechnungen oder Notizen. Dieses Ostrakon stammt von der Nilinsel Elephantine in Ägypten und wurde während der Ausgrabungen der damals Königlichen Museen durch Otto Rubensohn und Friedrich Zucker zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die hier verwendete Sprache und Schrift ist das Aramäische. Aramäisch ist eine semitische Sprache, die mit einer Alphabetschrift notiert wurde. Insbesondere im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde sie als „lingua franca“ im westlichen Perserreich und damit auch in Ägypten eingesetzt. Von der Nilinsel Elephantine stammen zahlreiche aramäische Texte aus dieser Zeit, die zu der dortigen aramäo-jüdischen Gemeinde gehörten.
Erhalten sind ausschließlich Personnennamen.
http://elephantine.smb.museum/record/ID100724
(V. Lepper / St. Wimmer)
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
E-Mail:
aemp@smb.spk-berlin.de