Fragment einer Decke mit Schlingen und Bildeinsatz mit Löwenkampf und Eroten
Ident. Nr.: 9827
ObjID: obj:2041608
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Datierung
- verbale Datierung: 5./6. Jahrhundert
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 50 x 54 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2041608
Objektbeschreibung
Aus spätantiker Zeit ist eine Vielzahl von Fragmenten aus Schlingengeweben mit quadratischen Bildeinsätzen erhalten, die einst zu Decken oder Kissenbezügen mit einem symmetrischen Dekor aus Quadraten und Zierstreifen an den Rändern gehörten. Sie scheinen besonders in Achmīm begehrt und wohl auch produziert worden zu sein. Von solchen stammt das Fragment, das aus dem ursprünglichen Gewebe ausgeschnitten wurde und nun wie ein Bild in einem Fransenrahmen anmutet. Die Quadrate sind alle nach dem gleichen Prinzip verziert: ein zentraler Kreis mit heraldisch wirkenden, meist figürlichen Darstellungen wird gerahmt von einem Kreis- oder Wellenband mit diversen Füllmotiven. Einzelne Motive in den Bildachsen sind oft durch mehrfarbige Elemente betont, die mit den ansonsten monochromen Darstellungen in bräunlich-roter Farbe reizvoll kontrastieren.
Im Zentrum dieses quadratischen Einsatzes ist ein Löwenkampf dargestellt. Ein mit kurzer Tunika und Stiefeln bekleideter Mann richtet eine Lanze oder einen Speer gegen
den sich zu seiner Linken aufbäumenden Löwen. Das Bandgeschlinge in der umgebenden Zone zeigt in den Ecken aufeinander zu schwebende Eroten mit roten
Schalen in der einen und einem Vogel in der anderen Hand. In den dazwischen liegenden, nach außen gerichteten Bögen sind Löwen (oben und unten) bzw. Panther
(links und rechts) zu erkennen.
Im Zentrum dieses quadratischen Einsatzes ist ein Löwenkampf dargestellt. Ein mit kurzer Tunika und Stiefeln bekleideter Mann richtet eine Lanze oder einen Speer gegen
den sich zu seiner Linken aufbäumenden Löwen. Das Bandgeschlinge in der umgebenden Zone zeigt in den Ecken aufeinander zu schwebende Eroten mit roten
Schalen in der einen und einem Vogel in der anderen Hand. In den dazwischen liegenden, nach außen gerichteten Bögen sind Löwen (oben und unten) bzw. Panther
(links und rechts) zu erkennen.
Der Tierkampf war während der Spätantike ein beliebtes Bildmotiv sowohl in der monumentalen Kunst als auch auf Gegenständen der Alltagskultur, wovon nicht zuletzt die häufige Wiedergabe auf Textilien zeugt.
Letzte Aktualisierung: 30.06.2026
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.de