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Ident. Nr.: Ta 4164

ObjID: obj:2043102

Details (Expert)

Datierung
Anfang 8. Jahrhundert
Datierung engl.: early 8th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Israel,
Land
Fundort: Chirbat al-Minya,
Ort
Abmessungen
Höhe: 3,1 cm
Breite: 6,2 cm

Objektbeschreibung

Kleines Mosaikfragment mit drei horizontalen Reihen Mosaiksteinen in einem Stuckbett. Nur die Mosaiksteine der mittleren Reihe sind vollständig erhalten. Die gelblichen (?) Glaskuben weisen eine dünne Goldauflage unter transparentem farblosem Glas auf. Die Reihen werden von einem Mörtelsteg getrennt, der ungefähr so hoch wie die einzelnen Kuben ist.
Es wird angenommen, dass das Fragment Teil einer Wandverkleidung war.
Das Fragment stammt aus Ausgrabungen in Chirbat al-Minya und wurde durch Fundteilung an das Museum für Islamische Kunst überwiesen.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.