Album mit Waka-Gedichten auf Bildern von Blumen und Gräsern der Vier Jahreszeiten
Ident. Nr.: 243.12
ObjID: obj:2045973
Geschenk von Gustav Jacoby
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Edo (Tokugawa)-Zeit, ca. 16101. Hälfte 17. Jahrhundert
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Set von 36 Gedichtblättern (Shikishi), Tusche, Farben, Gold und Silber auf Papier
- Abmessungen
- Bildmaß: je 18,3 x 16,2 cmBlattmaß: Je Doppelblatt 18,3 x 35,2 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2045973
Objektbeschreibung
Ursprünglich wohl auf einem Paar sechsteiliger Stellschirme angebracht, sind die kostbar dekorierten 36 Gedichtblätter heute als Album montiert. In einer schwungvollen und mit expressiven Akzenten versehenen Kursivschrift sowie in "verstreuter Schreibweise" schrieb Hon'ami Kōetsu seine Auswahl von 36 Waka-Gedichten, die er der kaiserlichen Anthologie "Shinkokin wakashū" entnahm. Den Gedichten unterliegen 36 unterschiedliche, ausschnitthafte Kompositionen mit Blumen-, Gräser- und Landschaftsmotiven, die die Vier Jahreszeiten versinnbildlichen. Sie sind mit Gold und Silber in "knochenloser" Technik gemalt. Als Schöpfer dieser Untergrundmalerei gilt Tawaraya Sōtatsu, ein früher Vertreter der japanischen dekorativen Maltradition Rinpa. Kōetsus vorzügliche Schriftkunst und Sōtatsus Genius im Bilddesign bilden ein harmonisches, höchst ästhetisches Gesamtkunstwerk. Das Gedicht auf diesem Blatt stammt von Ki no Tsurayuki (882-946) und lautet "Wenn ich auch spüre, daß bald der Frühling scheidet, so möge er in diesem Haus, wo üppig die Glyzinien blühen, doch ewig weiterdauern." (Übersetzung R. Hempel).
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Asiatische Kunst
E-Mail:
aku@smb.spk-berlin.de