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"Die Arithmetik" (aus der Gruppe "Satirische Allegorien der Freien Künste")

Ident. Nr.: 1938,23

ObjID: obj:2049538

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763),
Hersteller*in
Entwurf: Friedrich Elias Meyer (geb. 1723/24, gest. 02.10.1785),
Bildhauer*in
Datierung
um 1768
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 30 cm
Breite x Tiefe: Sockel 13,4 x 9,8 cm
Gewicht: 1892 g

Objektbeschreibung

Porzellangruppe, bemalt, auf flacher Plinthe. Dargestellt ist "Die Arithmetik" aus der Gruppe der "Satirischen Allegorien der Freien Künste": Auf einem Warenballen sitzt ein Kaufmann, der den Kopf nach rechts zu einer mit Zahlen beschriebenen Schiefertafel wendet. Diese wird von Frauengestalt gehalten, die wiederum auf einem Würfel hinter ihm steht. Links neben ihm am Boden sitzt ein Putto vor einem aufgeschlagenen Folianten, in der rechten Hand einen Griffel haltend. Auf dem Boden liegt ein vergoldeter Merkurstab. Auf der anderen Seite am Boden liegt die abgeworfenen Perrücke des Kaufmanns, mit schwarzem Haarbeutel. Der Rock des Mannes ist rot staffiert, mit hellgrünem Futter. Die Frau trägt ein weißes Gewand mit goldenen und violetten Streifen, ihr Mantel ist violett. // Neben der "Arithmetik" gehören zur Gruppe der "Satirischen Allegorien der Freien Künste" noch "Architektur" (KGM Inv. Nr. M 1449), "Bildhauerei" (KGM Inv. Nr. 1935,27), "Malerei" (KGM Inv. Nr. 1935,26), "Musik" (KGM Inv. Nr. 1902,40), "Astronomie" und "Poesie". Im Kunstgewerbemuseum vertreten sind 5 Gruppen, es fehlen "Astronomie" und "Poesie". // In den Archivalien der KPM-Manufaktur wird für 5 der 7 Gruppen der Bildhauer Wilhelm Christian Meyer als Entwerfer genannt, jedoch nicht, für welche Gruppen konkret er die Modelle entworfen hat. Dorothee Heim plädiert im Bestandskatalog der KPM-Bildwerke des Berliner Kunstgewerbemuseums (2016) aus stilkritischen Gründen dafür, dass Wilhelm Christian Meyer der Schöpfer von "Architektur", "Bildhauerei", "Malerei", "Musik" und "Poesie" war, da diese Gruppen durch eine ausgeprägte Mehransichtigkeit und eine starke Torsion gekennzeichnet sind. Die Gruppen "Arithmetik" und "Astronomie" hingegen sind auf eine Hauptansicht ausgerichtet, wie es der gängigen Figurenkomposition der KPM-Manufaktur entsprochen hat. Daher vermutet die Autorin, dass letztere beiden Gruppen von Wilhelm Christians älterem Bruder, Friedrich Elias Meyer, entworfen worden sind. Das Ritzzeichen "C.M.", das zur Zeptermarke bei dieser Gruppe als Bezeichnung hinzukommt, steht vermutlich für einen Bossierer, nicht für Christian Meyer. // Lit.: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 280 ff., Kat. Nr. 32, vgl. S. 38 f. (zum Ritzzeichen "C.M.") // ClKa

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Teil vom Großen Silberbuffet aus dem Rittersaal des Berliner Schlosses

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