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Aramäischer Papyrus mit der aramäischen Version der Behistun-Inschrift Dareios’ I.

Ident. Nr.: P 13447/II

ObjID: obj:2049838

Details (Expert)

Beteiligte
Otto Rubensohn (24.11.1867 - 9.8.1964),
Grabungsleiter*in
Datierung
Dareios I. (27. Dynastie (1. Persische Herrschaft) -> Spätzeit -> Ägypten)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Aramäischer Papyrus mit der aramäischen Version der Behistun-Inschrift Dareios’ I.
Übersetzung: Aramaic papyrus with the Aramaic version of the Behistun inscription of Dareios I
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 29 x 27,5 x 0,02 cm

Objektbeschreibung

Dieser Papyrus zeigt die Regierungserklärung des Achämenidenkönigs Darius des Ersten. Das Original dieses Schriftstücks befindet sich als Felsinschrift im persischen Mutterland der Achämeniden, dem heutigen Iran, in der Stadt Behistun. Die Regierungserklärung ist, wie damals üblich, in gleich drei Sprachen in den Stein gemeißelt. Der vor uns liegende Papyrus ist wiederum eine ins Aramäische übersetzte Fassung dieser Inschrift; sie schildert verschiedene Schlachten der Eroberungsfeldzüge des Königs auf dem Weg zu seinem Weltreich, dabei werden ebenso sehr präzise die genauen Zahlen von Kriegsopfern und Kriegsgefangenen genannt. Nach der jeweiligen Eroberung eines Landes heisst es abschließend:

"Der König Darius spricht also: Darauf wurde das Land mein... Im Schatten Ahuramazdas tötete mein Heer jedes Rebellenheer".

Die aus Persien stammenden Achämeniden-Könige errrichteten im 6. und 5. Jahrhundert vor Christus ein Weltreich von Klein Asien bis zum Indus. Im westlichen Teil dieses Großreiches führten sie die Aramäische Sprache mit dem einfach zu verwendenden aramäischen Alphabet mit seinen 28 Zeichen als lingua franca, das heißt als allgemeine Verwaltungssprache ein. So auch in Ägypten.
Das Aramäische ist eine semitische Sprache und Schrift, und wurde ursprünglich von aramäischen Stämmen in Syrien im 10. bis 8. Jahrhundert vor Christus verwendet. Durch Wanderungen dieser aramäischen Stämme bedingt, löste es schon früh das Hebräische als Umgangssprache der Judäer ab. Auch die phönizische Schrift der Judäer wurde durch die gut lesbare aramäische Quadratschrift ersetzt. So hielt das Aramäische Einzug in das Alte Testament, war später die Umgangssprache Jesu und wird noch bis heute in einigen Dörfern Syriens als Muttersprache gesprochen.
V. Lepper

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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