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Putto mit Panther als Frühling aus einer Folge von Allegorien der Vier Jahreszeiten

Ident. Nr.: 1936,41

ObjID: obj:2049900

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Frankenthaler Porzellanmanufaktur (1755-1800),
Werkstatt
Entwurf: Johann Wilhelm Lanz (1725 - nach 1764),
Modelleur*in
Datierung
um 1755
Abmessungen
Höhe: 18 cm

Objektbeschreibung

Ein Putto spielt mit einer Raubkatze (einem Panther) und hält ihm von hinten einen Blüenzweig ins geöffnete Maul. Die Gruppe steht auf einem flachen, mit plastischen Blüten und Zweigen bedeckten Sockel. Das Modell gehört zu einer Folge von Vier Jahreszeiten und stammt von Johann Wilhelm Lanz (ca. 1720-1764). Der Putto mit Panther personifiziert den Frühling. Lanz entwarf die Folge zwischen 1752 und 1754 bereits für die Straßburger Fayence- und Porzellanmanufaktur. Deren Inhaber, Paul Anton Hannong, verlagerte die Manufaktur 1755 nach Frankenthal, da es ihm 1754 durch ein Dekret der französischen Krone versagt war, mehrfarbig dekoriertes Porzellan in Frankreich herzustellen. Etliche Modelle der frühen Frankenthaler Periode sind daher Übernahmen von Straßburg. Auch die Pressmarke des vorliegenden Modells, eine Pressmarke "PH" für Paul Hannong, verweist nach Straßburg, wurde jedoch vermutlich auch in der frühen Frankenthaler Manufaktur noch verwendet.
ClKa, basierend auf den Recherchen von Barbara Beaucamp-Markowsky

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Walzenkrug mit silbervergoldeter Montierung

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Humpen aus dickwandigem, farblosem, etwas graustichigem Glas, die Bodenkugel ist von einer tiefgeschnittenen Blütenrosette gerahmt, auf eine runde Platte mit Standring gesetzt, nicht gestaucht, der Standring mit feiner Montierung aus vergoldetem Silber, die Kantenverzierung aus erhabenen Jakobsmuscheln, angesetzter Ohrenhenkel, der an einer Manschette die Deckelmontierung hält, die aus Spangen und einem naturalistisch geformten Adler als Bekrönung gebildet wird. Der Ansatz des walzenförmigen Humpens ist mit einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Die Wandung zeigt umlaufend große Blüten- und Früchtefestons mit vereinzelten fliegenden Vögeln und Insekten, den verwärmten Mündungsrand schmückt ein Bogenfries in Schälfschliff. Der Deckel ist ebenfalls aus Glas geformt, gerahmt von einer getreppten Montierung in Anlehnung an den Fuß. Auf dem Deckel findet sich das bekrönte, großformatige Monogramm FR für Fridericus Rex zwischen gekreuzten Palmzweigen. Die Wandung hat einen durchgehenden Sprung gegenüber des Henkels. Da außer einem Tremolierstrich keine Punzen vorhanden sind, lässt sich kein Goldschmied zuordnen. Sehr wahrscheinlich datiert dieser repräsentative Walzenkrug in die Regierungszeit König Friedrichs I., in die Jahre 1701 bis 1713. Die hängenden Frucht- und Blumenbündel waren ein wiederkehrendes Motiv der Werkstatt von Martin Winter (um 1640–1702), die nach seinem Tod von seinem Neffen Gottfried Spiller (um 1663–1728) weitergeführt wurde. Dieses Glas glorifiziert mit seinem Bildprogramm die neugewonnene Königswürde des Hauses Hohenzollern: das bekrönte Monogramm dominiert das Gefäß, wird flankiert von Palmzweigen, Symbol für Sieg, Triumph, Frieden und ewiges Leben; Früchte und Blumen stehen für Wohlstand und Fruchtbarkeit, der imposante Adler des königlichen Hausordens wirkt, als ob er jeden Moment in die Lüfte steigt. [Verena Wasmuth]MAKR