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Ident. Nr.: III E 2310

ObjID: obj:208780

Details (Expert)

Beteiligte
A.M. Mackay (1888),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Uganda,
Land/Region
Material / Technik
Holz; Leder; Pflanzenfaser
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 72 x 20,6 x 23,4 cm

Objektbeschreibung

Als Instrumentenkorpus eine längsovale Holzschale. Die Membran ist mit Spannschnüren aus gedrehten Hautstreifen, die in engen Windungen flächendeckend hin- und hergefuhrt und gruppenweise in Abständen dunkel eingefärbt sind, gegen ein viereckiges, auf der Schalenaußenseite ruhendes Hautstück gespannt. Als Hals ein Rundholzstab. ,Löffel-in-der-Tasse‘-Form. Acht rechtsständige Flankenwirbel aus Holz mit abgesetzten Wirbelköpfen (teilweise ergänzt). Zum Teil mit Originalmaterial ergänzte Saiten aus gedrehtem tierischem Gewebe. Die auf dem Schalenrand bzw. auf dem Halsansatz aufliegenden Enden der Saitenhalterleiste sind nach einmaliger Membrandurchbohrung über der Korpusdecke sichtbar. Das vordere Leistenende ist zugespitzt. Unterhalb jedes Wirbels ein dünner, den Hals umlaufender und in Eidechsenhaut eingenähter Ring. Der Halsansatz ist in ein Rindenfasertuch eingeschlagen. Eine seitliche, runde Membranöffnung.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.