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Ident. Nr.: III C 975

ObjID: obj:208955

Details (Expert)

Beteiligte
Paul Pogge (27.12.1838 - 16/17.3.1884),
Sammler*in
Datierung
19. Jh.
Datierung engl.: 19th century
Geografische Bezüge
Angola,
Land
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 32 x 4,5 x 6 cm
Gewicht: 0,26 kg
Erwerbung
Ankauf von Pogge, Paul 1877

Objektbeschreibung

Die kubisch konzipierte weibliche Figur trägt auf dem Kopf eine fein geschnitzte Schnupftabaksdose in Form einer Trommel. Sie bildet ein weiteres Beispiel für die außerordentliche stilistische Variationsbreite der Chokwe-Kunst. Der Körper ist in ausgewogen angeordneten kubischen und zylindrischen Elementen aufgelöst. Der spitze Bogen der für Häuptlinge reservierten Kopfbedeckung bildet den Kontrapunkt zum spitz zulaufenden maskenähnlich stilisierten Gesicht. Die weibliche Plastik mit maskulinen Zügen stellt eine politisch einflussreiche Frau dar: entweder die Lunda-Königin Lweji, die Frau des Kulturheros Chibinda Ilunga, oder eine mit ihr identifizierte, verstorbene Königinmutter bzw. erste Königsfrau. Das sehr früh gesammelte Stück ist als Prestigegegenstand im Umfeld eines wohlhabenden Handel treibenden Oberhauptes zu situieren. / P.I.

Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "Fetischschnupftabaksdose aus Kioco. 31 cm h.".
[SM8HF]

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.