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Ident. Nr.: III E 8709

ObjID: obj:209229

Details (Expert)

Beteiligte
Friedrich Fülleborn (13.9.1866 - 12.9.1933 (1930 ?)),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Malawi,
Land/Region
Material / Technik
Holz; Pflanzenfaser; Kürbisschale
Abmessungen
Länge x Breite: 39,7 x 6,5 cm

Objektbeschreibung

Ein schlankes, rechteckiges Holzbrett. An einer Schmalseite [befinden sich] fünf runde Perforationen, an der anderen fünf rund abschließende Schlitze eingebrannt. Über der Brettoberfläche [existiert] eine Saitenschnur aus gedrehtem tierischem Gewebe, [die] fünfmal ausgespannt [ist]. Ihre Verlaufsrichtung [ist] durch jeweils zwei benachbarte Perforationen/Schlitze gewendet. Quer unter der Saite [sind] zwei plankonvexe Holzstege. Das Brett fährt, in einer rechtwinkligen Aussparung im Rand einer oben offenen Kalebasse ruhend, in den Resonator und stößt gegen dessen hintere Wand. Ein Schnürende [ist] von dort innerhalb des Resonators zu einer zentralen Bodenperforation und außen zum freien Brettende hin geführt. Dort [ist es] um einen angeschnitzten Zapfen gebunden. Die Kalebasse [ist] ersetzt (Rekonstruktion der Resonatoranbindung nach Ankermann: 25). [Eine] Querholzanbindung des anderen Saitenendes, unterhalb einer Perforation.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.