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Ident. Nr.: III E 9264

ObjID: obj:209288

Details (Expert)

Beteiligte
Adolf von Wulffen († vor/um 1901),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Kenia,
Land/Region
historische Angabe (Hauptkatalog): Wagaya,
Ethnie
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 78 x 49,2 x 18 cm
Durchmesser: ca. 36 cm
Länge: 10,7 cm (Steg)

Objektbeschreibung

Beschreibung im historischen Kauptkatalog: „Mit Kaurimuscheln und Paternosterbohnen verziert.Auf der gewölbten (Boden-)Seite kein Knopf. Im Inneren befinden sich einige rasselnde Steinchen.“

Wie Nr. 189. Die Spannriemen jedoch nicht zu Schnurbahnen zusammengefaßt. Eine runde Korpusschale. In die Knäuelringe sind pflanzliches Material sowie altes Saitenmaterial eingebunden. Die untere Saitenanbindung an einem Querholz. Zwei kleine, seitliche Membranperforationen. Der Trageriemen führt vom Korpus zur Längsstange. Am Resonator keine Fellrückstände, keine Anschnitzungen und keine Bemalung. Die Längsarme unter der Membran auf dem unteren Schalenrand aufliegend. In der Haut eine Rißvernähung. Quer unter der Saitenausspannung fünf flachgedrückte Pflanzenstengel in floßartiger Anordnung auf der Decke mit schwarzer Klebmasse befestigt. Schnarrgeräusch der aufliegenden Saiten bei der Schwingungserregung. Die Klebmasse zu beiden Seiten der Deckenauflage in symmetrischer Anordnung mit Kaurimuscheln und roten Bohnen besetzt.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.