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lokanga

Ident. Nr.: III E 18397

ObjID: obj:209613

Details (Expert)

Beteiligte
Dieter Schimang (1965),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Madagaskar,
Land/Region
Mahabo,
Ort
Betsileo,
Ethnie
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 52,2 x 16,2 x 7,9 cm

Objektbeschreibung

Zarge, Korpusboden und Hals sind aus einem Stück hellen Holzes gearbeitet. Eine aufgenagelte Holzdecke. Die Form des Instrumentes ist ganz der der europäischen Violine nachempfunden : (1) Ein Wirbelkasten mit Schnecke und vier wechselseitig durchgesteckten Flankenwirbeln, (2) ein aufgenageltes Griffbrett, das mit seinem unteren Abschnitt über der Korpusdecke schwebt, (3) ein seitlich eingeschnürter Instrumentenkorpus, (4)/-förmige Schallschlitze und (5) ein keilförmiger unterer Saitenhalter aus Holz, der seinerseits am nach außen gewölbten Korpusboden festgeschnürt ist. Darüber hinaus läuft unterhalb der Schallschlitze eine aufgestellte Stützleiste aus Holz von Wand zu Wand. Ein aufgenagelter Holzsattel. Ein Streichbogen fehlt. Vier Drahtsaiten.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.