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Ident. Nr.: III E 19043

ObjID: obj:209653

Details (Expert)

Beteiligte
Jürgen Jensen (1966/1967),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Uganda,
Land/Region
Buvuma,
Region
Material / Technik
Eisen; Holz
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 86 x 26,1 x 22,1 cm

Objektbeschreibung

Als Instrumentenkorpus eine mit einem Boden- und einem Deckenblech versehene, aus vier Holzbrettern zusammengenagelte, leicht trapezförmige Zarge. Die gleichfalls angenagelten Boden- und Deckenbleche waren wohl ursprünglich Bestandteil eines Blechkanisters. Im Deckenblech eine eingestanzte Aufschrift und ein großes, rundes Schalloch. Der halbrunde Hals aus Holz ist in stumpfem Winkel zur Deckenebene in die Stirnseite des Kastens eingesetzt und ruht mit seinem Ende auf einer inneren Querverstrebung. Eine flache, angeschnitzte Wirbelhalterplatte mit fünf hinterständigen, geschlitzten Holzwirbeln. Ein Wirbel fehlt. Fünf erhaltene Saiten aus Nylon und aus gedrehter Pflanzenfaser. Als Kapodaster ein Querholz, dessen Anbindung um die Halsrückseite herum verläuft. Als unterer Saitenhalter ein keilförmiges, auf dem unteren Zargenbrett angenageltes und auf die Korpusdecke umgebogenes Blechstück. Die Saitenenden sind mit unterständigen Knoten unter Perforationen im Blechrand fixiert. Im Korpusinneren unter anderem Holz-, Stoff- und Fischknochenstücke.
„Guitarre (gebraucht), erworben im Fischercamp Kasaali, Buvuma; hergestellt von einem Fischer aus Holzteilen und Topfblech; gehört zur heutigen Subkultur der Fischer des Victoria- Sees.“
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.