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Altargruppe (aseberia) Oba Akenzuas

Ident. Nr.: III C 8164

ObjID: obj:209795

Leihgabe der Bundesrepublik Nigeria, National Commission for Museums and Monuments

Details (Expert)

Beteiligte
Eduard Schmidt (1860 - 1899),
Sammler*in
Datierung
18. Jh.
Geografische Bezüge
Nigeria,
Land
Benin,
Königreich
Material / Technik
Messing
Abmessungen
Objektmaß: 62 x 38 x 36 cm
Gewicht: 74,5 kg
Erwerbung
18. Jh., Auftragsarbeit der Igun Eronmwon oder Gilde der Messinggießer im Königreich Benin; geplündert im Zusammenhang mit der britischen Eroberung von Benin, 1897; in unbekanntem Besitz nach der Eroberung des Königreichs Benin; gesammelt von Konsul Eduard Schmidt, Angestellter der Woermann Linie, zwischen 1897 und 1898 im Gebiet des späteren kolonialen Nigeria; verkauft an das Königliche Museum für Völkerkunde in Berlin, 1898.

Objektbeschreibung

Eine Innovation des 18. Jahrhunderts waren Altargruppen (asebaria), ein narratives Bild des Königs. Die Altargruppe Königs Akenzuas (1713-1735) zegit als zentrale Figur den König mit seinen Insignien wie der Kappe und dem hohen Halskragen aus Korallenperlen. Seine Hände werden von Begleitfiguren (enobore) gestützt. Die beiden Leoparden symbolisieren das Königtum, die beiden enthaupteten Opfer an der Basis die königliche Macht über Leben und Tod. Die Rüsselhände stehen für seine spirituelle Kraft. Der Stab in seiner rechten Hand, der von einem Elefanten, auf dem eine kleine Figur Akenzuas steht, bekrönt wird, verweist auf seine persönliche Geschichte. Um seine Thronansprüche durchzusetzen, musste er seinen Bruder besiegen, dessen Armee vom Stadtherrn, dem iyase, angeführt wurde. Der Elefant steht für den besiegten iyase, dem man die Fähigkeit nachsagte, sich durch Zauberei in einen Elefanten zu verwandeln zu können. [Benin_Königreich]

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum