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Ident. Nr.: III C 1962

ObjID: obj:212054

Details (Expert)

Beteiligte
Paul Pogge (27.12.1838 - 16/17.3.1884),
Sammler*in
Datierung
1883
Datierung engl.: 19th century
Geografische Bezüge
heutige Zuordnung: Demokratische Republik Kongo,
Land
Luba (?),
Ethnie
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 101 x 43 x 39 cm
Gewicht: 8,6 kg
Erwerbung
Ankauf von Pogge, Paul 1884

Objektbeschreibung

Eine Bechertrommel mit zwei gegenüberliegenden menschlichen Gesichtern und ´Ziegenbärten`. Die Membrane ist mit Harz gestimmt.

Eintrag im historischen Hauptkatalog: "Große hölzerne Trommel, oben mit Wachspflaster bestrichen".
a. Ohne Fellring. Die Membran ist größtenteils mit Stimmpaste bedeckt.
b. Schale zylindrisch. Standfuß (Typ B).
c. An zwei x-förmig angeschnitzten Halterungen ist ein Tragegurt befestigt.
d. An der Schale des Korpus sind zwei große menschliche Gesichter angeschnitzt (eines mit Bart).
[SM8HF]

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.