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nkisi nkondi

Ident. Nr.: III C 18914

ObjID: obj:212122

Details (Expert)

Beteiligte
Robert Visser (1860-1937),
Sammler*in
Datierung
19. Jh.
Datierung engl.: 19th century
Geografische Bezüge
Loango,
Region
Material / Technik
Holz, Eisen, Pflanzenfaser
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 87 x 36 x 29 cm
Gewicht: 15 kg

Objektbeschreibung

Solche zinkondi (Sing. nkondi) genannten aggressiven, mit Eisenklingen und Nägeln gespickten minkisi schreckten Hexen und Kriminelle ab und stellten sich schützend vor Gemeinschaft und Hilfesuchende. Hauptsächlich verwendet wurden sie zur Besiegelung von Schwüren oder Verträgen und zu anderen juristischen Zwecken. Indem man Metallteile oder Nägel in den nkondi schlug, wurde seine Furcht erregende Kraft aktiviert, und jeder, der vor ihm die Unwahrheit sprach oder einen abgelegten Schwur nicht einhielt, lieferte sich seiner Verfolgung aus. Die drei Beispiele zeigen das breite Spektrum formaler Gestaltungsmöglichkeiten: vom ausgewogenen Realismus und der dem Diesseits enthobenen Ausstrahlung des rechten Stückes bis hin zum eher aggressiven Ausdruck der beiden anderen, deren weit geöffnete, „sehende“ Augen (bei der linken Figur aus Spiegelglas) und verschlingender Mund mit vorgestreckter Zunge Abwehr und Bedrohung signalisieren. / P.I.

Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: „Chingunde Lande [?], ein sehr altes Götzenbild
Loango.".
[SM8HF]

Letzte Aktualisierung: 16.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum