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Ident. Nr.: III C 20016

ObjID: obj:212132

Details (Expert)

Beteiligte
Leo Frobenius (29.6.1873 - 9.8.1938),
Sammler*in
Bankhaus Emil Haslinger Berlin (1904),
Vorbesitzer*in
Datierung
19. Jh.-20. Jh.(Anfang)
Datierung engl.: 19th or early 20th century
Geografische Bezüge
Luba,
Ethnie
Warua,
Ethnie
Material / Technik
Holz, Eisen
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 87 x 25 x 12,5 cm
Gewicht: 854 g

Objektbeschreibung

Während der andere hier abgebildete Bogenhalter das gemessene und vergeistigte Frauenbild zeigt, das die Kunst der Luba meist charakterisiert, ist die Gestaltung dieses Stückes sehr ungewöhnlich: Die runden Linien von Kopf, Frisur und Körper fließen ineinander, ohne von Geraden und Ecken unterbrochen zu werden, und steigern sich in der fast sphärischen Darstellung der gewölbten Stirn – ein weibliches Schönheitsmerkmal – und der Wangenknochen. Auch die v-förmig schräg stehenden Augen, die hervorgehobene, breite Nase und die deutlich gezeichneten fleischigen Lippen sind untypisch für die Formsprache der Luba. Trotz der Ferne zu jeglichem Naturalismus erreicht die Plastik im Vergleich zu den verbreiteteren Luba-Frauenskulpturen eine emotionalere, damit wirklichkeitsnähere Wiedergabe der Quintessenz weiblicher Schönheit – zu Ehren einer bestimmten Frau oder der Frauen allgemein. / P.I. [SM8HF]

Letzte Aktualisierung: 16.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum