Leopardenschädel
Ident. Nr.: III C 17118
ObjID: obj:212509
Eigentum der Bundesrepublik Nigeria, National Commission for Museums and Monuments
Details (Expert)
- Datierung
- 18. Jh. - 19. Jh.
- Material / Technik
- Messing
- Abmessungen
- Objektmaß: 7 x 20 x 11 cmGewicht: 0,85 kg
- Erwerbung
- 18. Jh. - 19 Jh., Auftrag bei der Messinggießergilde Igun Eronmwon im Königreich Benin; Besitz vor 1897 derzeit unbekannt; vermutlich geplündert im Zusammenhang mit der britischen Eroberung von Benin, 1897; in unbekanntem Besitz nach Feb. 1897; erworben vom Museum für Völkerkunde als Geschenk von Prof. A. Baessler, 1903.
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/212509
Objektbeschreibung
Tieropfer waren fester Bestandteil der Rituale an den Altären in Benin. Zu den herausragenden Opfern gehörte Leoparden, die nur vom König selbst geopfert wurden. Leoparden standen nicht nur metaphorisch für die Macht des Königs, der König selbst wurde als Leopard gesehen. Er war der „Leopard des Palastes“ und somit der Gegenpart zum mächtigsten Tier der Natur, der Wildnis, die die Zivilisation umgab.
In Messing gegossene Leopardenschädel verewigten die Opfergabe eines lebenden Leoparden. [Benin_Königreich]
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Ethnologisches Museum
E-Mail:
em@smb.spk-berlin.de