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Portugiese mit Gewehr

Ident. Nr.: III C 20299

ObjID: obj:212519

Credit: Leihgabe der Bundesrepublik Nigeria, National Commission for Museums and Monuments

Details (Expert)

Beteiligte
J.C. Stevens (1899),
Vorbesitzer*in
Datierung
17. Jh.-18. Jh.
Geografische Bezüge
Nigeria,
Land
Benin,
Königreich
Material / Technik
Messing, Eisen
Abmessungen
Objektmaß: ca. 38,5 x 15 x 25 cm
Gewicht: 8,8 kg (inkl. Holzsockel)
Erwerbung
17. Jh. - 18. Jh., Auftragsarbeit der Igun Eronmwon oder Gilde der Messinggießer im Königreich Benin; vermutlich geplündert im Zusammenhang mit der britischen Eroberung von Benin, 1897; möglicherweise im Besitz von Sir Ralph Moor bis ca. 1905; wahrscheinlich versteigert bei Stevens' Auction Rooms Ltd., London (J.C. Stevens) ca. 1905; Geschenk von Theodor Glücksmann an das Königliche Museum für Völkerkunde Berlin, 1905.

Objektbeschreibung

Die Figur eines bewaffneten Portugiesen steht für die militärische Unterstützung durch die portugiesischen Soldaten bei den Eorberungen Benins vor allem unter der Herrschaft von Ozolua und Esigie. Die Vermehrung des Reichtums durch die mit dem Meeresgott Olokun in Verbindung gebrachten Portugiesen ergab sich nicht nur durch den Handel und Import so wichtiger Güter wie Messing und Korallen, sondern auch durch die Ausdehnung des Königreichs durch Eroberungen. Darstellungen von Edo sind oft streng frontal und statisch. Die beiden Portugiesen zeigen dagegen eine dynamische Pose.
Die Datierung ist schwierig: Die Komposition und der Gesichtsschnitt ähneln einer Plastik aus Lagos, die ins 16. Jahrundert datiert wird. Es könnte sich aber auch um ein Werk handeln, das im 18. Jahrhundert während der Zeit der Neukonstitution des Königtums gegossen wurden. [Benin_Königreich]

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.