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Altargruppe mit Königinmutter

Ident. Nr.: III C 20301

ObjID: obj:212520

Leihgabe der Bundesrepublik Nigeria, National Commission for Museums and Monuments

Details (Expert)

Beteiligte
J.C. Stevens (1899),
Vorbesitzer*in
Datierung
18. Jh.-19. Jh.
Geografische Bezüge
Nigeria,
Land
Benin,
Königreich
Material / Technik
Messing
Abmessungen
Objektmaß: 24,3 x 22 x 26 cm
Gewicht: ca. 45 kg
Erwerbung
18. Jh., Auftragsarbeit der Igun Eronmwon oder Gilde der Messinggießer im Königreich Benin; vermutlich geplündert im Zusammenhang mit der britischen Eroberung von Benin, 1897; möglicherweise im Besitz von Sir Ralph Moor bis ca. 1905; wahrscheinlich versteigert bei Stevens' Auction Rooms Ltd., London (J.C. Stevens) ca. 1905; Geschenk von Theodor Glücksmann an das Königliche Museum für Völkerkunde Berlin, 1905.

Objektbeschreibung

Ähnlich wie bei Darstellungen des Königs werden die Hände der Königinmutter hier von zwei Dienerinnen, die Fächer halten, gestützt. Vor ihnen stehen zwei weitere Begleitfiguren mit Fächer bzw einem Stab. Am Sockel der Gruppe befinden sich fünf weitere Dienerinnen. Rüsselhände, die Blätter halten, verweisen auf die spirituelle Macht der Königinmutter.
Die große Zahl von Gedenkköpfen, Altargruppen und Einzelfiguren für Königinmütter aus dem 18. – 19. Jahrhundert läßt darauf schließen, dass mit der Restauration des Königtums zu Beginn des 18. Jahrhunderts auch das Amt der Königinmutter wieder eine Aufwertung erfuhr. Nicht alle Könige des späten 17. Jahrhunderts hatten dieses Amt besetzen können. Seine Bedeutung war durch die große Zahl von Menschenopfer, die König Ewuakpe anlässlich des Todes seiner Mutter gefordert hatte und die zu seiner vorübergehenden Absetzung als König führten, auf einem Tiefpunkt. [Benin_Königreich]

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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