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Ident. Nr.: III E 9507

ObjID: obj:213436

Details (Expert)

Beteiligte
Clemens Denhardt (3.8.1852 - 7.6.1929),
Sammler*in
Gustav Denhardt (1896),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Kenia,
Land
historische Angabe (Hauptkatalog): Swahili
Abmessungen
Höhe x Breite: 228 x 120 cm
Erwerbung
Kauf von Clemens Denhardt, 1902. Als Sammler nennt Clemens Denhardt seinen Bruder Gustav Denhardt. Die Sammlung wird 1897 dem Museum für Völkerkunde zu Ansicht zugeschickt und 1901/1902 käuflich erworben.

Objektbeschreibung

Eintrag im historischen Hauptkatalog: "Matte, schwarz, rot und naturfarben gemustert."
Form: Rechteckig
Flechtart: Diagonal geflochten hauptsächlich in Leinwandbindung, aus ca. 7,5 - 9 cm breiten Streifen zusammengesetzt
Muster: Einfache Geometrieornamente und Längsstreifen
Farbe: Naturgelb, braun, rot
Erhaltungszustand: Scharfe Falten durch ehemaliges Zusammenlegen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.