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Ident. Nr.: III C 5550

ObjID: obj:214527

Details (Expert)

Beteiligte
König Béhanzin (1844 - 10.12.1906),
Vorbesitzer*in
Datierung
19. Jh.
Geografische Bezüge
Dahomey,
Königreich
Benin,
Republik
Fon,
Ethnie
Material / Technik
Holz (geschnitzt)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 127 x 64 x 39 cm
Gewicht: 17,76 kg

Objektbeschreibung

Béhanzin war der letzte unabhängige König von Dahomey, einem westafrikanischen Königreich im Süden der heutigen Republik Benin. Durch diplomatische Geschenke an den deutschen Kaiser Wilhelm II. versuchte Béhanzin, diesen dazu zu bewegen, mäßigend auf Frankreich einzuwirken, von dem er eine drohende Invasion befürchtete. Béhanzin bot dem Kaiser als Gegenleistung für seine Unterstützung gegen Frankreich die Förderung seiner wirtschaftlichen und kolonialen Interessen in Dahomey an. Neben prestigeträchtigen silbernen Armringen (III C 5548 a,b), einem Säbel (III C 5547), einem Regenschirm (III C 5546), einem Thron (III C 5550), mehreren Textilien (III C 5551 a-d) und Ledertaschen (III C 5549 a,b), die alle dem damaligen Königlichen Museum für Völkerkunde übergeben wurden, „schenkte“ Béhanzin auch vier Knaben. Über das Schicksal der Kinder ist im Archiv des Museums nichts überliefert. Aus Akten des Reichskolonialamtes geht jedoch hervor, dass die Jungen auf Kosten des Auswärtigen Amtes die deutsche Schule in Klein Popo (heute Anécho in Togo) besuchten. Es gelang Béhanzin nicht, Wilhelm II. als Vermittler im Konflikt mit Frankreich zu gewinnen. Nach zwei Jahren endete der sogenannte Zweite Französisch-Dahomeyische Krieg 1894 mit der Kapitulation Dahomeys und der Exilierung König Béhanzins.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum