Leopardenschädel
Ident. Nr.: III C 19208
ObjID: obj:214757
Eigentum der Bundesrepublik Nigeria, National Commission for Museums and Monuments
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 18. Jh. - 19. Jh.
- Abmessungen
- Objektmaß: 7,3 x 19,8 x 11,6 cm (Messung am Objekt)
- Erwerbung
- Auftrag der Igun Eronmwon oder Gilde der Messinggießer im Königreich Benin; Besitz vor 1897 derzeit unbekannt; vermutlich im Zusammenhang mit der britischen Eroberung Benins, 1897, geplündert; vor 1905 im Besitz von Hermann Held; verkauft an das Königliche Museum für Völkerkunde in Berlin, 1905.
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/214757
Objektbeschreibung
Tieropfer waren fester Bestandteil der Rituale an den Altären in Benin. Zu den herausragenden Opfern gehörte Leoparden, die nur vom König selbst geopfert wurden. Leoparden standen nicht nur metaphorisch für die Macht des Königs, der König selbst wurde als Leopard gesehen. Er war der „Leopard des Palastes“ und somit der Gegenpart zum mächtigsten Tier der Natur, der Wildnis, die die Zivilisation umgab.
In Messing gegossene Leopardenschädel verewigten die Opfergabe eines lebenden Leoparden. [Benin_Königreich]
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Ethnologisches Museum
E-Mail:
em@smb.spk-berlin.de