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Ident. Nr.: III A 3853 a-e

ObjID: obj:218365

Details (Expert)

Beteiligte
Emil Wache (1909),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Äthiopien,
Land/Region
historische Bezeichnung: Abessinien
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: gesamt: 60,8 x 54,2 x 22,5 cm (Höhe ca.)
Länge x Breite x Höhe: Korpus: 24,7 x 14,6 x 13 cm (Höhe ca.)

Objektbeschreibung

Eine die längsovale Schildkrötenpanzer-Schale bedeckende, weit umgeschlagene und auf der Unterseite durch Faltung zusammengefaßte Membran, die gegen einen weiten Hautriemen-Spannring gebunden ist. Unter der Membran auf dem unteren Schalenrand aufliegende, zur Querstange hin stark divergierende Längsarme. Das Saitenmaterial nur fragmentarisch erhalten. Stimmknebel. Vier Knebel sind erhalten. Als unterer Saitenhalter ein quer über der Deckenfläche ruhendes Rundholz, das an zwei dünnen, vom Spannring an der Schalenunterseite weit auf die Membran reichenden Hautriemen festgebunden ist. Auch die beiden Längsarme sind durch Hautriemen mit dem Spannring verbunden. Ein kantiger, massiver Holzsteg mit acht Saitenführungskerben. An einem Längsarm ein mit Wollschnur angeknüpftes, rechteckiges Hautplektrum. Die Querstangenenden beschnitzt.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.