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Ident. Nr.: III C 20636

ObjID: obj:221599

Details (Expert)

Beteiligte
Datierung
19. Jahrhundert
Datierung engl.: 19th century
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Kamerun,
Land
Grasland,
Region
Kom,
Ethnie
Lakom,
Ort
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 122 x 35 x 37 cm
Gewicht: 11,8 kg
Erwerbung
Schenkung von Theodor Glücksmann 1906

Objektbeschreibung

Eintrag im historischen Hauptkatalog: "Große geschnitzte Trommel. Das Ornament zieht sich gleichmäßig herum und zeigt im Oberteil ...Tierköpfe, im Unterteil ... .". a. Statt eines Fellringes ist unterhalb der Membran ein hölzerner, mit Leder umhüllter Ring um das Korpus gelegt und mit Schnüren an die Membran gebunden. Um diesen Ring ist mehrfach eine geflochtene Schnur gelegt. Die Nägel sind durch die Schnur und durch den Holzring getrieben.
b. Korpus zur Membran hin leicht verjüngt. Schale kesselförmig. Ansatz nach unten hin konisch.
d. Rundumverlaufend angeschnitzte zoomorphe Figuren (Reptilien, Fledermausköpfe) und abstrakte Ornamente. Ein angeschnitzter, Ring zwischen Schale und Ansatz.
[SM8HF]

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.