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Teller mit Chinoiserien

Ident. Nr.: HF 38

ObjID: obj:2253294

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Meißen (seit 1710),
Hersteller*in
Entwurf: Johann Ehrenfried Stadler (1701 (1702) - 1741),
Porzellanmaler
Datierung
1725 - 1730
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Meißen
Abmessungen
Höhe: 3,6 cm
Durchmesser: 23,3 cm

Objektbeschreibung

Teller mit leicht schräg gestellter Fahne und Wulstrand. Auf der Fahne gitterförmiges Rautenmuster und Reserven mit Eichenlaub und Insekten in goldgehöhtem Unterglasurblau. In den Rauten stilisierte, apfelgrün- und türkisfarbene Blüten mit purpufarbenem Blütenstempel. Der Spiegel des Tellers weist im Zentrum eine große, stilisierte Päonienblüte in gold gehöhtem Unterglasurblau auf. Umlaufend eine aus Felsen, Zäunen und "indianischen" Blumen gebildete Gartenlandschaft mit Chinesenpaar und lampiontragendem Kind sowie einem einzelnen Chinesen mit Blumenstrauß. Die Farbgebung ist Eisenrot, Purpurrot, Apfelgrün, Türkis, Gelb und Schwarz. Das Gittermuster der Tellerfahne geht auf chinesische Vorbilder, die teilweise bereits aus dem 16. Jahrhundert datieren, zurück. Stefan Bursche vermutet als Vorlagen für J.E. Stadlers Figurenkompositionen Stiche der Amsterdamer Verlegerfamilie Schenk (s. Kat. Meißen/Kunstgewerbemuseum 1980, Kat. Nr. 143-144). Ein zweiter, form- und dekorgleicher Teller befindet sich unter Inv. Nr. HF 37 in der Sammlung.
ClKa

Letzte Aktualisierung: 18.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR