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Ident. Nr.: N (26 G) 62/2016

ObjID: obj:2258508

Details (Expert)

Datierung
1875/85
Abmessungen
Länge x Breite: 50 x 42 cm

Objektbeschreibung

Die Balltaille gehört zu einem zweiteiligen Kleid. Der Rock ist nicht mehr vorhanden. Das kurze handgenähte Oberteil hat die Form einer Korsage und endet vorn in einer langen und hinten in einer kurzen Schneppe. Es wird durch eingearbeitete Metallstäbe verstärkt. Die 3 cm breiten Träger sitzen am Schulterbogen und lassen so ein breites Dekolleté frei. Der Ausschnitt und die Ärmel sind mit einer Montur aus Seidentüll und besticktem Tüll verziert. Am Ende des Dekolletés endet die Tüllspitze in einer Art Schleife. Darunter befindet sich eine Verzierung aus Tüll auf rosafarbener Seide, die mit Metallgarnen und Perlen bestickt ist und bis zum Ende der Schneppe reicht. So wird die gesamte vordere Mitte betont. Die vorderen Schnittkanten sind auf die gleiche Weise verziert. Das Obergewebe besteht aus mit Rosenzweigen gemustertem hellem Seidenatlas. Innen ist ein einfarbiges ebenfalls helles Seidenfutter angenäht. Die Taille wird am Rücken mit einer Kordel geschnürt und oben mit zwei Haken geschlossen. Das unten angeheftete mit zwei Haken zu schließende Verschlussband trägt mit gelbem Seidengarn gewebt, den Namen des Ateliers "Mathilde Harms Hamburg".

Mathilde Harms: geb. 26.07.1849 ; gest. 31.05.1919 in Hildesheim

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."