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Vorder- oder Rückenteil eines Kinderkleides

Ident. Nr.: 189/2016

ObjID: obj:2266083

Details (Expert)

Datierung
662–775
Systematik/Art
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 47 x 43 x 1,5 cm (Objekt)
Höhe x Breite x Tiefe: 49,5 x 44 x 2,5 cm (Rahmen)

Objektbeschreibung

Fragment vom Vorder- oder Rückenteil eines Kinderkleides aus dunkelblauer Wolle. Vorder- und Rückenteil des Kleides bestehen aus einem einzigen, wahrscheinlich zugeschnittenen Gewebestück. Hohe, keilförmige Einsätze an den Seitenkanten verliehen dem Kleid eine ausgestellte Form. Im Fragment links ist ein Keil erhalten, der mit seiner Spitze bis auf halbe Höhe des Ärmels reicht. Da auf dem rückwärtig erhaltenen Ärmelansatz kein zweites Keilstück ansetzt, bestand der Keil des vorliegenden Kleides möglicherweise aus einem einzigen Gewebestück, oder aber eine zweite Hälfte setzte tiefer an. Die Halsöffnung ist am erhaltenen Vorder- oder Rückenteil halbrund ausgeschnitten und mit einer braunroten Paspel eingefasst. Rechts der Halsöffnung, also auf der Höhe einer Schulter, wurde das Grundgewebe waagerecht eingeschnitten und an die Schnittkante ein braunrotes Gewebe angesetzt. Wahrscheinlich handelt es sich hier um die Reste einer Verschlussklappe, mit der man einen waagerechten Schlitz zur Vergrößerung der doch sehr kleinen Halsöffnung bedecken konnte. Die Schmalseite der Klappe an der Halsöffnung und die obere Längsseite waren vermutlich lose, sodass die freie Ecke über dem Schlitz vor- und zurückgeschlagen und wohl ehemals mit einem Knopf durch eine Schlaufe an der anderen Seite der Schulter befestigt werden konnte. Im Inneren der Halsöffnung, in Höhe der Unterkante der Klappe, ist noch eine Öse erhalten, die wahrscheinlich der Befestigung eines Untertrittes diente. Der Untertritt bestand wohl entweder aus dem Grundgewebe über dem Schlitz oder aber aus einer zweiten Klappe.
Der links erhaltene Ärmel ist am Rumpf des Kleides festgenäht und setzt sich von diesem durch ein hellgrundiges Streifenmuster ab. Hierbei wurden zwei verschiedene gestreifte Gewebe horizontal zusammengenäht, sodass das eine Muster auf der Vorderseite, das andere Muster auf der Rückseite des Kleides sichtbar ist. Der Ärmel verschmälert sich zum Handgelenk hin und ist an der Unterseite geschlossen.
Eine Radiocarbonanalyse zur Altersbestimmung erbrachte eine Datierung in die Zeit von 662-775 n. Chr.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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