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Lampe mit Ornament

Ident. Nr.: 2357

ObjID: obj:2266487

Details (Expert)

Datierung
verbale Datierung: 4./5. Jahrhundert
Material / Technik
Ton, rot
Abmessungen
Durchmesser: 7,8 cm
Erwerbung
Vormals Sammlung Dorow, von dort in das Antiquarium (heutige Antikensammlung) gelangt und 1897 aus dem Antiquarium überwiesen.

Objektbeschreibung

Die Lampe gehört zu einer in Nordafrika produzierten Gruppe und gelangte vermutlich als Exportware in die italienische Provinz Latium. Sie besitzt einen glatten Buckelgriff, der das über die Schulter verlaufende Band aus konzentrisch gefüllten Kreisen, herzförmigen Blättern und Palmetten durchbricht. Dieser Dekor ist ebenso appliziert wie die kreuzförmig angeordneten vier herzförmigen größeren und vier kleineren Blättern auf dem Spiegel. Beim Einfügen der beiden Eingusslöcher wurde auf diesen Dekor keine Rücksicht genommen, weshalb zwei Blattformen beschädigt sind.
Das Brennloch weist leichte Spuren des Gebrauchs auf.
(Ehler 2018)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Würfelkapitell mit Blattornamenten

Würfelkapitell mit Blattornamenten

Das Kapitell ist aus der Grundform des Würfels entwickelt und an allen vier Seiten ausgearbeitet. Aus einem mittig unter der Kämpferplatte hervorragenden Knopf wächst eine sich nach unten schildartig ausbreitende Palmette, deren oberer Rand nach vorn umgeschlagen ist. Es stammt aus dem Benediktinerkloster auf dem Huy, ein in fränkischer Zeit militärisch genutzter Höhenrücken im nördlichen Harzvorland. Von Beginn an stand das Kloster unter dem Schutz der Halberstädter Bischöfe, Burchard I. hatte neben der Marienkapelle auch eine Pfalz errichtet. Die Klosterchronik des 12. Jahrhunderts erwähnt die Fertigstellung des „monasteriums“ noch in der Regierungszeit Abt Alfrieds. Der Kreuzgang, der noch stehende, zweigeschossig gewölbte Bau an der Westseite des Südflügels und möglicherweise auch Gebäude östlich der Kirche können erst nach 1150 fertiggestellt worden sein. Dieser späteren Phase gehört wohl auch das Kapitell an. Im südlichen Abschnitt des Ostflügels hat es noch einen Zweistützenraum mit den bekannten Basen gegeben, in dem dieses Kapitell aufgestellt gewesen sein könnte. Die Bildhauer, die im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts zum Ausbau der Huysburger Klausurgebäude herangezogen wurden, haben unter Verwendung des in Sachsen seit dem 11. Jahrhundert üblichen Würfelkapitells, aber auch der korinthischen Ordnung, vor allem durch die ausgeprägte Dreidimensionalität der Formen neue Maßstäbe in der Region gesetzt. Das ornamentale Kapitell ist eng mit der Bauskulptur des nördlichen Harzvorlandes verbunden und man kann davon ausgehen, dass die meisten der auf der Huysburg tätigen Bildhauer in sächsischen Werkstätten ausgebildet wurden und wohl auch an verschiedenen Baustellen der Region tätig waren.(Auszug aus: Tobias Kunz, Bildwerke nördlich der Alpen. 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung, Petersberg, Michael Imhof Verlag 2014)