Heiligendarstellung mit Ulrich von Augsburg
Ident. Nr.: 14138892
ObjID: obj:2280922
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Herstellung: 1450–1499
- Material / Technik
- Öl auf Holz, gerahmt
- Abmessungen
- Bildmaß: 63,6 x 43,6 x 2,8 cmRahmenmaß: 80,3 x 60,7 x 3,8 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2280922
Objektbeschreibung
In einem Interieur ist eine Menschengruppe um einen Altar gruppiert. Das Kopfende des Tisches, auf dem eine Ratte und eine Muschel (Auster?) dargestellt sind, nimmt ein Herr, bekleidet mit einer dunkelroten Mitra und einem grünen Umhang, ein und legt seine ausgestreckte rechte Hand auf das Tier, während sein Blick auf ein aufgeschlagenes Buch gerichtet ist. Im Vordergrund, am rechten Bildrand, ist in bewegter Haltung ein Mann in einem dunklen Obergewand und hellrosa Umhang zu sehen. Sein Haupt ist von einem Heiligenschein umkränzt, seine linke, herabzeigende Hand hält eine goldfarbene Kopfbedeckung mit einer schwarzen (Pelz-?)Verbrämung. Im linken Bildfeld verfolgt eine männliche Person in braunem Gewand die Szene und betrachtet einen gestikulierenden bärtigen Mann, während seine Hand auf den Schultern eines blond gelockten Jungen in einem grünen Gewand liegt. Eine Gruppe Frauen mit weißen Hauben drängt auf der linken Bildseite in den Raum.
Die prominent ins Bild gesetzte Ratte verweist möglicherweise auf Ulrich, Bischof von Augsburg (890–973). Ulrich galt zu Lebzeiten als einflussreicher Kleriker in Augsburg und soll bereits 20 Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen worden sein. Er wird mit dem Ornat eines Bischofs und meist mit einem Fisch dargestellt. Ein weiteres mögliches Attribut ist die Ratte. Die Figur des blonden Jungen ist an die Darstellung des Kindes in dem Pendant angelehnt und stellt hier womöglich ebenfalls Johannes, Sohn der Maria Salome, dar.
Text: S. de Günther
Letzte Aktualisierung: 27.07.2026
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Einrichtung:
Kunstbibliothek
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